Von Zeit zu Zeit seh' ich den Alten gern'


Das war Theater, wie es sein soll... Faust I - als Gastspiel vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg in Frankfurt am Main, am 19. Mai 2005.
Die Bühne befand sich in der Mitte, kreisrund, von allen Seiten umgeben vom Parkett. Sie war winzig. Vor Beginn des Stücks fragte ich mich, "wie sollen die Schauspieler nur damit auskommen?". Die Antwort gaben sie mir wenig später, gleich nach dem Prolog: Gar nicht - bei dieser Inszenierung ist das ganze Theater die Bühne. Der Faust saß bei seinem "Habe nun, ach! ..." mitten im Publikum und sprach den Sitznachbarn direkt an.
Ein faustischer Chor saß unauffällig im Publikum verteilt, um erstmals akustisch in Erscheinung zu treten, als Faust die Geister rief.
Ich hatte das Glück, dass der Platz links neben mir von einer Sängerin aus dem Chor besetzt war. Die Art und Weise, wie diese ansatzlos und stimmgewaltig das "Dies Irae" anstimmte, hat mich schwer beeindruckt. Interessanterweise ist 522 meine Durchwahl.
McLibboc - 21. Mai, 18:29

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